Grundlegend für die Operante Konditionierung ist das Gesetzt des Effektes von Thorndike das besagt, dass ein Verhalten, das ein Lob produziert in seiner Häufigkeit zunimmt.
B. F. Skinner (1904 - 1990) war promovierender Student an der Harvard Universität als er entdeckte, dass er systematisch das Verhalten von Ratten mit Futterbelohnungen für das Drücken eines Hebels ändern konnte.
Skinner erweiterte sein Arbeit auf Tauben an der Universität von Minnesota.
1938 publizierte Skinner sein Buch 'Das Verhalten der Organismen und die Wissenschaft der Operanten Konditionierung war geboren.
Grundlegend gibt es vier Bereiche in der operanten Konditionierung:
1. Positive Bestärkung
Hier wird jedes gewünschtes Verhalten positiv gelobt, indem man etwas dem Tier gibt, dass das Tier möchte. Sei es ein Leckerli, Spielzeug, Streicheleinheiten, Auslauf etc.
Also, man addiert (+) etwas zu dem gewünschten Verhalten. Das Resultiert darin, dass das gewünschte Verhalten in Zukunft öfter gezeigt oder andgeboten wird.
Gewünschtes Verhalten + Leckerli = Positive Bestärkung
2. Negative Bestärkung
Negative Bestärkung wird oft gebraucht, wenn man Körperkontakt zum Tier hat, wie z. B. beim Reiten.
Man übt mit dem Schenkel Druck auf den Bauch des Pferdes aus, das Pferd geht vorwärts und der Reiter entspannt den Schenkel wieder, der Druck ist weg.
Der Reiter hat die Fluchtreaktion des Pferdes vor seinem Schenkeldruck ausgenutzt. Somit nimmt man etwas unangenehmes weg, sobald das gewünschte Verhalten vom Tier gezeigt wird.
Resultat ist, dass das gewünschte Verhalten in Zukunft öfter gezeigt wird.
Gewünschtes Verhalten - Druck/unangenehmer Reiz = Negative Bestärkung
3. Bestrafung
Bei der Bestrafung gelten ähnliche Regeln, wie bei der Bestärkung.
Auch hier gibt es positive und negative Bestrafung. Im Gegensatzt zu Bestärkung, werden bei der Bestrafung Verhalten unterbunden oder ganz ausgelöscht.
Jeder Trainer arbeitet mit Bestrafung, nur welchem Ausmaß ist sehr unterschiedlich.
Negative Bestrafung ist z. B. im Klickertraining wenn man ein angebotenes Verhalten vom Tier nicht mit einem Leckerli belohnt, weil es nicht zu dem Standart ausgeführt wurde wie man es gern hätte.
Auch kann man dem Tier seine Aufmerksamkeit entziehen und ihm den Rücken zudrehen.
Beide Bestrafungen enthalten dem Tier etwas - es wird etwas weggenommen. Positive Bestrafung hingegen ist wenn man etwas hinzufügt.
Ein lautes 'Nein' kann bereits positive Strafe sein. Der Ruck am Halsband, wenn der Hund an der Leine zieht ist ebenfalls positive Bestrafung, weil man etwas zum Verhalten addiert hat.