Clickertrainingsbeispiele
Matcho - Mit dem Click zum Tuniererfolg
Matcho ist ein 8jähriger Wallach, der 5jährig in den Besitz von Mareen kam. Er ist ein gutes Springpferd. Leider fürchtet er sich vor vielen Dingen. Besonders auf Tunieren, wenn es sowieso viel zu sehen und entdecken gibt, konnte es passieren, dass er sich nicht einmal über 2 Sprünge traute. Matcho war sehr nervös, sprang oft im Gallop um und ging kaum durch die Ecken. Besonders bei Hallentunieren fürchtete er sich sehr.
Mareen kannte schon das Clickertraining, weil sie mit ihrem Hund bereits bei mir in der Hundeschule war. Sie fragte an, ob Clickertraining auch was für Matcho sei. Natürlich ist es das! Da Matcho gut springt, haben wir uns nur darum gekümmert, dass er besser mit seiner Umwelt umgehen kann. Wir sind mit Target Training angefangen. Er ist diesem Target über dem ganzen Reitstall gefolgt und sogar an diese furchterregenden Hänger vorbei. Danach haben wir ihm beigebracht durch Vorhänge aus Plastikbändern zu gehen sowie mit einem Gymnastikball zu spielen. Nach nur 3,5 Monaten Training haben Mareen und Matcho den 1. Preis bei einem Hallentunier belegt. Seit dieser Zeit sind die beiden immer vorne mit dabei und haben noch weitere zwei 1. Plätze ersprungen. Herzlichen Glückwunsch und weiter so!!!
Lotta und Flöckchen
Lotta und Flöckchen sind zwei Shetlandponies die zwei Jahre bzw. ein Jahr alt sind. Sie laufen mit ihrer Mutter auf der Wiese und man machte nicht viel mit ihnen. Jetzt wünschte sich der Besitzer, dass die beiden für seine Enkelkinder fit gemacht werden sollten. Die Ponies konnten noch nichts. Lotta konnte aufgehalftert werden, aber Flöckchen war sehr ängstlich und ein Halfter kam für sie nicht in Frage. Nach nur 5 Wochen mit Clickertraining sind
diese Bilder entstanden. Jetzt können beide Ponies aufgehalftert, angebunden, geputzt und die Hufe ausgekratzt werden. Lotta ist sogar schon ein paar Mal an der Longe gelaufen. Die Ponies haben sich super gut in dieser kurzen Zeit entwickelt und können jetzt schon von den Kindern, natürlich unter Aufsicht, geputzt und vorsichtig geführt werden.
Ray und Leandra
Ray ist ein einjähriges Stutfohlen. Sie steht im Moment auf der Weide mit anderen Stuten von 1 - 3 Jahren. Ihre Besitzerin Veronika möchte aber trotzdem etwas mit ihr machen und sie beschäftigen. Darum hat sie Clickertraining mit Ray angefangen. Die Fotos sind vom 3. Mal die Ray jemals geklickert wurde. Ich finde sie macht das schon super. Im Moment wird Ray an einen Regenschirm gewöhnt, den sie noch etwas zum Fürchten. Sie hat auf der großen Wiese immer die Möglichkeit zu flüchten, was sie auch hin und wieder ma
cht. Allerdings
macht ihr das Training so viel Spaß, dass sie immer wieder kommt und sich der Gefahr des Regenschirms stellt.
Hier sind noch ein paar Videos, die 4 Wochen später auf der Sommerweide aufgenommen wurden. Ray hat sehr große Fortschritte gemacht und auch Leandra hat sichtlich Spaß dabei.

Leandra ist die Mutter von Ray und gehört ebenfalls zu Veronika. Leandra ist eine tolle Stute, die nur leider nicht auf den Hänger ging. Wir haben es in nur 3 Tagen Intensivtrainings geschafft, dass Leandra mit Hilfe von Targettraining auf den Hänger ging. Leandra hat schlechte Erfahrungen mit dem Hänger gemacht, was man deutlich daran feststellen konnte, dass Leandra oft abkotete und auf dem Hänger kaum gefressen hat. Am dritten Tag hat Leandra kaum abgekotet und konnte bereits auf dem Hänger genüßlich ihren Hafer genießen. Veronika und Leandra haben hart für diesen Erfolg gekämpft und jetzt geht Leandra ohne Probleme auf den Hänger.
Malina
Malina ist mein neues Pflegepferd. Sie ist eine 16 Jahre alte Pintostute mit Charakter. Malina hat eine sehr gute Ausbildung in Richtung Westernreiten genossen und ist auch englisch geritten worden. Allerdings ist sie seit mehreren Jahren nicht mehr gearbeitet worden und hat ihr Leben als Beistellpferd genossen. Leider ist ihre Weggefährtin kürzlich gestorben und da habe ich mir gedacht, dass etwas Beschäftigung Malina nicht schaden könnte, um den Verlust besser verarbeiten zu können. Malina hat etwas gebraucht, um mir zu vertrauen und stellt mich immer mal wieder in Frage. Besonders mit der Arbeit auf der rechten tut sie sich schwer. Da es jetzt schneit, gehe ich immer mit einer Bürste und einem Target auf die Wiese. Erst konnte ich sie nur langsam in kleinen Schritten auf der rechten Seite putzen mit vielen Clicks und Leckerlis. Heute war die 4. Trainingseinheit und sie kam nicht nur zum Gatter um mich zu begrüßen, sondern stand auch ganz brav und ruhig als ich sie auf der rechten Seite putzte. Sogar Hufe heben war kein Problem. Hier ein paar Bilder...
Jule
Das ist die überaus freundliche und verspielte Hündin Jule mit ihrer Besitzerin Ute und Lisa Grau. Jules Besitzerin ist begeisterte Reiterin und nimmt Jule gerne auf ihren Ausritten mit. Leider bellte Jule immer fürchterlich sobald sie bemerkte, dass es gleich los geht. Es schien so, als ob sie nicht damit umgehen konnte, dass ihr Frauchen auf das Pferd steigt und sich plötzlich in einer ganz anderen Position befand als sonst.
Mit einigem Training und etwas Geduld zeigten wir Jule ihren Platz am Pferd. Jedes Mal wenn sie wieder anfing zu bellen, hat ihr Frauchen sie zu sich die rechte Seite des Pferdes gerufen und dafür gab es einen Click und Leckerli. Das ging natürlich erst nur langsam Schritt für Schritt. Schließlich war es möglich vom Hof zu reiten, ohne dass Jule bellte. Jule bellt zwar immer noch ab und zu aber es ist nicht mehr mit der Situation vor dem Training zu vergleichen.
Nera
Nera ist eine Appenzellerhündin, die ich auf dem Ferienhof Baumeister kennengelernt habe. Sie ist zweieinhalb Jahre alt und ängstlich gegenüber fremden Personen, was sie mit lautem Bellen kund tut.
Während der ersten Stunde wurde mir klar, dass Nera die große Aufgabe hatte, die Familie zu bewachen und zu beschützen. Sie ging bei den Spaziergänge zu allen vier Familienmitliedern, um sicher zu gehen, dass es allen gut geht. Dieser Job war sehr anstrengend für Nera, so dass sie ziemlich gestresst war. Nachdem wir Nera verständlich gemacht hatten, dass sie sich nicht um die Familie zu kümmern hatte, wurde sie ruhiger.
Allerdings blieb sie Fremden gegenüber misstrauisch. Ich habe der Familie Ammersbach gezeigt, wie sie Nera mit dem Clicker darauf trainieren können ein Target (es war in diesem Fall ein Eierbecher) zu berühren. Bei unserem nächsten Treffen hielt ich das Target in der Hand und Nera sollte es berühren. Das Target war etwas, dass sie kannte und es war bis jetzt immer mit etwas Positivem verbunden - nämlich Futter. Nun verband es etwas dass ihr Angst machte, nämlich ein Fremder, mit etwas Positivem - dem Futter. So war es möglich, dass Nera über das Target lernte, dass Fremde etwas Gutes bedeuteten. Nach wenigen Tagen war es nicht nur mir sondern auch Herrn und Frau Baumeister möglich Nera zu streicheln. Die Familie Ammersbach ist mit dem Ergebnis überglücklich und berichtet über gute Vortschritte auch bei sich zu Hause, wie Sie es im Gästebuch lesen können.
Gismo
Gismo ist ein Englisch Kurzhaarkater und fast Worldchampion. Die Besitzer kamen zu mir, weil sie es leid waren Gismo während der Shows auf dem Arm tragen zu müssen. Bei einem 9kg Kater erfordert das sehr viel Kraft und die Züchterin,
Frau Reidegeld, suchte nach einer anderen Lösung. Nach einem Gespräch haben wir uns dafür entschieden Gismo zwischen den Beinen sitzen zu lassen bis der Richter Gismo bewerten konnten.
Da Katzen Einzelgänger sind, sind Ihre Motivation beim Training mitzumachen sind anders als bei Hunden. Hunde freuen sich uns zu gefallen, doch Katzen müssen denken, dass sie uns Menschen manipulieren. Außerdem ist man darauf angewiesen, dass die Katze mitmacht, denn wenn sie keine Lust hat, dann findet auch kein Training statt.
Gismo hat einige Zeit gebraucht, bis er verstand worum es beim Clickertraining geht und dass wie er nseine Besitzer beeinflussen kann, um noch ein Leckerli zu bekommen. Er also das gezeigt hat was die Besitzer sehen wollten. Nach einiger Zeit blieb Gismo zwischen den Beinen der Besitzerin sitzen und zeigte sich von seiner besten Seite auf den Wettkämpfen.
Buttons
Buttons ist ein kleines Shetland Pony, dasss ich in England für ein Studiumprojekt trainiert habe. Er ist ein gerettetes Pony, dass aus erbärmlichen Zuständen kam. Er wurde halb verhungert mit drei lebenden und zwei toten Ponies gefunden. Als er zum Auffanghof kam, der ihn wieder aufpäppelte, war er ca. 18 Monate alt, völlig roh und ängstlich. Mit dem Clickertraining hat er sehr viel Selbstbewusstsein bekommen. Außerdem hat er das Training immer sehr genossen.
Trainiert haben wir eine Verhaltenskette von vier aufeinander folgenden verschiedenen Verhalten, die er alle nur auf ein einziges Zeichen komplett ausführt. Er geht auf ein kling-kling mit der Triangel zuerst über ein Stange, dann zu einem Equiball, rollt diesen in ein Target, geht um das Target herum und kommt zu mir zurück.
Hier das Video:
http://www.flickr.com/photos/mazarine/3316582161